Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes war im Jahre 870. Damals wurde noch von Christaneshusun gesprochen.
Wie auch andere Gemeinden der Dolmar-Region erlebte Christes einen
häufigen Wechsel der Regenten. So gehörte Christes zur Grafschaft
Henneberg, später zu Sachsen-Zeitz. Anfang des achtzehnten Jahrhunderts
folgte der Wechsel zu Kursachsen im sächsischen Amt Kühndorf. Mit Begin
des neunzehnten Jahrhunderts bis Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts
zählte Christes zum Regierungsbezirk Erfurt der preußischen Provinz
Sachsen. Anfang der fünfziger Jahre kam Christes in den Bezirk Suhl,
heute gehört Christes zum Landkreis Schmalkalden-Meiningen.
Wirtschaftliche Bedeutung und Wohlstand erlangte Christes durch den
Ortsbrunnen, welchem Heilkräfte zugesprochen wurden, zweihundert Jahre
fanden Wallfahrten statt. Dieser Wohlstand machte Mitte des fünfzehnten
Jahrhunderts den Bau der dreischiffige spätgotischen Basilika möglich.
Kurzeitig war der Kupfer- und Silberbergbau eine Einkommensquelle für
die Christeser, doch nach zehn Jahren fand der Bergbau in der
Förstergrube durch einen Unglücksfall sein Ende.
So ist noch heute der Tourismus die wohl einzige Einnahmequelle.
Südwestlich des Ortes befindet sich der 503 Meter hohe Hölschberg.
Dessen Name stammt wohl von "Hel-Berg" das ist der Berg der Totengöttin
Hel, oder von "Hollen-Berg", das ist Berg der Göttin Holle oder Holda.
1206 wurde der Ort erstmals urkundlich erwähnt, die Wüstungen
Germelshausen und Sieholz sogar schon in älteren Urkunden von 800-845.
Der Ort gehörte zur Grafschaft Henneberg und lag bis 1815 im
sächsischen Amt Kühndorf. Von 1816 bis 1944 gehörte Dillstädt zum
Regierungsbezirk Erfurt der preußischen Provinz Sachsen
Kühndorf in Thüringen wurde im Jahre 795 erstmals urkundlich erwähnt
und führte zu dieser Zeit den Namen Cunitorphe. Kühndorf ist die
älteste Siedlung im historisch bedeutsamen Henneberger Kreis
Suhl-Schleusingen. Es erstreckt sich malerisch am Fuße des Dolmar und
kann auf eine wechselvolle Geschichte zurückblicken.
Kühndorf wurde bis ins 19. Jahrhundert von den verschiedensten
Adelsgeschlechtern regiert. So übten bis Anfang des 12. Jahrhunderts
die Herren von Kühndorf die Regentschaft aus. Nachfolgend regierten die
Grafen von Henneberg, bis Ende des 16. Jahrhunderts mit dem Tod des
letzten Grafen von Henneberg-Schleusingen auch diese Herrschaft endete.
Über zweihundert Jahre übten dann die Fürsten von Sachsen die absolute
Herrschaft über Kühndorf aus. Zu Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts
wurde die königliche Domäne Kühndorf aufgelöst, die Fronarbeit
abgeschafft und das Land an die Kühndorfer Einwohner verkauft. So wurde
die Voraussetzung für den Bau von Häusern und die private
Landwirtschaft geschaffen. Kühndorf wurde die Gemeinde mit der größten
bäuerlichen Struktur.
Wie auch in vielen anderen Städten und Gemeinden hinterließen die
beiden Weltkriege tiefe Wunden. So starben im I. Weltkrieg
zweiunddreißig Kühndorfer Männer und im II. Weltkrieg verloren
einhundertundzehn Männer auf dem Schlachtfeld ihr Leben. Trotzalledem
nahm Kühndorf eine Entwicklung wie viele andere Dörfer auch. Die
Bodenreform nahm ihren Lauf, 1960 wurden Landwirtschaftliche
Produktionsgenossenschaften gegründet. Auch die bauliche
Weiterentwicklung des Dorfes nahm ihren Anfang. So wurde z.B. die
Trinkwasserleitung erneuert und ein Kindergarten gebaut.
Ab 1967 wurde der Dolmar Truppenübungsplatz und war somit nicht mehr
für jedermann zugänglich. Fast ein viertel Jahrhundert dauerte es bis
der Dolmar wieder zugänglich war.
Das Wahrzeichen des Ortes ist die Johanniterburg, die zwischen
1291-1315 durch Ritter vom Orden des heiligen Johannes erbaut wurde.
Die historische Schloßscheune von Kühndorf, durch die Grafen von
Henneberg-Römhild im Jahre 1538 fertiggestellt, ist ein wahres
Schmuckstück des Ortes. Früher eine Unterkunft für die Hofhaltung, ist
sie heute das kulturelle Zentrum des Ortes Vis á Vis der Burg.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Metzels Anfang des dreizehnten Jahrhunderts.
Natürlich wechselten auch in Metzels die Regenten bzw. Besitzer der
Gemeinde. Bis zum Anfang des fünfzehnten Jahrhunderts hatten die
Besitz- bzw. Lehensrechte die Würzburger Bischöfe, der Graf von
Henneberg, und andere Adelsgeschlechter. Aber auch das Kloster Rohr und
Simmershausen hatte Besitz- bzw. Lehensrechte.
Die längste Regentschaft dauerte doch über einhundertfünfzig Jahre
(1420-1575). In dieser Zeit regierten die Grafen
Henneberg-Schleusingen. Zum Ende des sechzehnten Jahrhunderts kommt
Metzels unter sächsische Herrschaft.
Zum Herzogtum Sachsen-Meiningen gehörte Metzels
zweihundertachtunddreißig Jahre (1680-1918). Im Gegensatz dazu sind
nachfolgenden Zeiträume der Landeszugehörigkeiten sehr kurz: so z.B.
Freistaat Sachsen-Meiningen zwei Jahre (1918-1920), Land Thüringen
zweiunddreißig Jahre (1920-1952). Seit nunmehr sechzehn Jahren zählt
Metzels wieder zum Land Thüringen.
Die erste urkundliche Erwähnung ist in das Jahr 815 datiert.
Ob die Gründer von Rohr bereits Kelten oder hessische Katten gewesen
sind, ist heute nicht mehr zu belegen. Eine keltische Gründung
ist nicht auszuschließen, zumal Rohr von keltischen Ortsnamen umgeben
ist: Dolmar, Jüchsen, Herpf.
In der Zeit des Feudalismus waren das Kloster, sowie der Frankenkönig mit seinem Reichsgut Besitzer und Herrscher über Rohr.
Die Bauern der Gemeinde hatten Frondienste und Zinsabgaben zu leisten.
Im ausgehenden Mittelalter schuf dann die Dorfbevölkerung aus dem
ehemaligen Kloster- und Pfalzbezirk die noch heute bestehende
Wehranlage. Hier fand die Bevölkerung Schutz vor den ständigen Fehden
und kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen dem Stift Würzburg und
der Grafschaft Henneberg.
Trotz der Natural- und Geldabgaben an das gotische Nonnenkloster wird
jedoch deutlich, dass die bäuerliche Dorfgemeinde als selbständige, in
sich geschlossene bäuerliche "Genossenschaftsform" des Mittelalters
existierte. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts war Rohr durch die
Landwirtschaft geprägt, die Bevölkerung fand am Ort als Bauer oder
Handwerker Lohn und Brot.
Mit dem Bau der Eisenbahn 1883 veränderte sich schlagartig die soziale
Struktur. Von nun an suchte ein Teil der Bevölkerung Arbeit im
Industrieraum Suhl - Zella-Mehlis, sowie im Baugewerbe der
Nachbarstädte.
Im zwanzigsten Jahrhundert wandelte sich das landwirtschaftlich
geprägte Dorf in eine reine Wohnsiedlung. Nur noch die Hälfte der
Berufstätigen war in der Landwirtschaft tätig. Bis zur Wende gelangten
die Leute mit dem Zug oder später noch mit dem Bus zur Arbeit. Heute
fährt man mit dem eigenen PKW. Verlässt am frühen Morgen das Dorf und
kehrt erst nach Feierabend wieder zurück. Der Bezug zur Landwirtschaft
ist verloren gegangen.
Von der Vergangenheit ist, wie in vielen anderen Gemeinden auch, das Erbe an Baudenkmälern und Traditionen geblieben.
Erstmalig urkundlich erwähnt wurde Schwarza im Jahre 827.
Seit Ende des dreizehnten Jahrhunderts gehörte Schwarza zur Grafschaft
Henneberg. Ende des fünfzehnten Jahrhunderts wurde Schwarza das Stadt-
und Marktrecht verliehen. Auf die mit dem Stadtrecht verbundenen
Privilegien verzichtete die Gemeinde und nutzte nur das Marktrecht. Im
Jahr 1490 siedelten sich in Schwarza, durch die erlangte Ghettofreiheit
(Siedlungsfreiheit), Juden an. So wurde Schwarza durch die Jahrhunderte
hindurch Heimat für viele Juden.
Zur Mitte des sechzehnten Jahrhunderts gelangte Schwarza in den Besitz
der Grafen zu Stolberg. Vom Anfang des neunzehnten Jahrhunderts bis
Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts gehörte der Ort zum
Regierungsbezirk Erfurt der preußischen Provinz Sachsen.
Die aus altem Recht resultierende Tradition des Marktwesens wurde zum
Ende des zwanzigsten Jahrhunderts wiederbelebt.Erstmalig urkundlich
erwähnt wurde Utendorf Mitte des vierzehnten Jahrhunderts.
Der häufige Wechsel der Regenten blieb auch Utendorf nicht erspart. War
Utendorf einst Hennebergisches Lehen, so wurde das Dorf Mitte des
dreizehnten Jahrhunderts Eigentum der Herren von Kühndorf. Zu
Anfang-Mitte des vierzehnten Jahrhunderts kam Utendorf an das
Ordenshaus zu Kühndorf. Ende des vierzehnten Jahrhunderts vernichtete
ein Brand die Gemeinde, worauf sie erst Mitte des sechzehnten
Jahrhunderts wieder in historischen Schriften erscheint. Seitdem blieb
Utendorf bis Mitte des sechzehnten Jahrhunderts Bestandteil des Amtes
Kühndorf.
An die Albertinische Linie kam Utendorf Mitte des siebzehnten
Jahrhunderts. Zum Ende des siebzehnten Jahrhunderts zählte die Gemeinde
kurzzeitig zum Amt Wasungen, weiterführend gehörte Utendorf dann zum
Amt Meiningen.